Komm süßer Tod…. Death by Chocolate

Na dann mach ich das eben doch…. Vorausgeschickt sei: Das ist nicht mein Lieblings-Schokoladenkuchen. Aber er ist irgendwie… einmalig… Das erste Mal habe ich ihn gebacken vor fünf oder sechs Jahren, als eine liebe Bekannte Geburtstag hatte. Sie ist einer der Menschen, die sich vermutlich am liebsten nur von Schokolade ernähren würden – na ja, beinahe zumindest. Deshalb wollte ich einfach mal einen Kuchen mit echt irrsinnig viel Schokolade drin backen. Das letzte Mal habe ich ihn jetzt Weihnachten zum Nachtisch gemacht. Weil unser Großer ihn endlich auch mal probieren wollte. Er hatte bisher immer nur davon gehört, meist in Sätzen, die mit “Boah,…” begannen ;-) . Und weil ich immer wieder gefragt werde: “Sag mal, du hast da doch so ein irres Rezept für eine Schokoladentorte – wie geht die denn?”, schreibe ich das jetzt hier einfach mal auf:

Death by Chocolate

Zutaten:

Für den Teig:

300 g Zartbitter-Schokolade (wenn Sie es sehr herb mögen, auch 70 %ige)
300 g Butter
5 Eier (bei kleinen Eiern bitte eines mehr nehmen)
5 EL Zucker (möglichst Roh-Rohrzucker)
1 Prise Salz
150 g Mehl (ich nehme Dinkelmehl oder Einkorn)
1/2 TL Backpulver

Für die Cremefüllung:

200 g Sahne
200 g Schokolade (Zartbitter oder 70 %-ige)

Für die Glasur:

200 g Sahne
200 g Schokolade (Zartbitter oder 70 %-ige)
30 g Butter

Zubereitung:

Springform mit Backpapier auslegen, Rand nicht einfetten. Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Teig:

Butter vorsichtig zerlassen, Schokolade in Stücken dazugeben und bei niedriger Temperatur schmelzen. Eier, Zucker und Salz sehr schaumig schlagen – am besten cirka 5 Minuten mit der Küchenmaschine. Die möglichst weit abgekühlte Schokoladen-Butter-Mischung langsam einlaufen lassen, dabei weiterrühren. Dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl darunter ziehen.

Den Teig in die Springform füllen, glattstreichen und in den vorgeheizten Backofen (175 Grad) schieben. Ca. 35 – 40 Minuten backen. Auskühlen lassen. (Erwarten Sie jetzt aber bitte kein fluffiges Schokoladenbiskuit, dafür ist einfach zu viel Fett und Schokolade drin. Deshalb ist es schon eine recht kompakte Angelegenheit…)

Für die Cremefüllung und die Glasur jeweils die Schokolade in der Sahne bei möglichst geringer Hitze schmelzen lassen. In den für die Glasur bestimmten Teil noch die Butter dazugeben.

Die beiden Cremes über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Den abgekühlten Kuchen evtl. in Alufolie verpackt an einen kühlen Ort stellen.

Am nächsten Tag beide Cremes aus dem Kühlschrank nehmen und einige Zeit bei Zimmertemperatur stehen lassen. Kuchen 1 – 2 mal durchschneiden. Die Schokosahne ohne Butter (Cremefüllung) kräftig aufschlagen, auf die beiden Böden streichen und den 3. Boden darauf setzen. Das Aufschlagen geht am Anfang ziemlich schwer, weil die Masse recht fest ist. Wenn aber die Rührquirle die ersten Umdrehungen geschafft haben, wird es besser…Die Schokosahne mit Butter (Glasur) ganz vorsichtig so weit erwärmen, dass sie streichfähig ist. Den Kuchen oben und rundum damit einstreichen. Nach Wunsch dekorieren, evtl. mit verschiedenfarbigen Schokoladenherzen oder ähnlichem, Nüssen, kandierten Orangenscheiben etc.

Dann noch für mindestens 2 Stunden kühl stellen.

Variationen:
Bevor Sie die Cremefüllung auf die Teigböden streichen, können Sie diese auch zuerst je nach Geschmack dünn Orangen- oder Aprikosenmarmelade bestreichen oder sie mit Rum, Cointreau oder Whiskey tränken… Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.

P.S.: Es klingt zwar vielleicht ein bisschen verrückt, aber zu diesem Kuchen sollten Sie unbedingt Sahne reichen.

P.P.S.: Probieren Sie es ruhig aus, aber mit 70 %-iger Schokolade wird das Ganze schon sehr herb, ist nicht unbedingt jederfrau/-manns Sache. Und schneiden Sie die Stücke eher etwas kleiner als üblich, diese Torte ist eine äußerst mächtige Sache. Eher eine Schokolade, die man mit der Kuchengabel isst…

Bildquelle: © sellingpix – fotolia.com

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Eine Antwort auf Komm süßer Tod…. Death by Chocolate

  1. Anja sagt:

    Als absoluter Schocoholic liebe ich Death by Chocolate. Ich bin durch einen irischen Freund darauf gekommen, denn der hat Death by Chocolate immer zu Parties mitgebracht. Allerdings habe ich nie nach dem Rezept gefragt. Danke dafür.
    Übrigens war sein anderes Rezept Marshmallows mit Schokoglasur zu verzieren. Das war nicht ganz nach meinem Geschmack, obwohl ich bei Schokolade normalerweise nie wiederstehen kann.

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